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Chronik des BAK Kriwoi Rog - Teil 2



Stand: 15.06.2009

 

Teil 1 — Vorgeschichte bis 1985


Teil 3— nach 1992


Realisierung des Vorhabens BAK Kriwoi Rog

  • 16. 03. 1985  Der erste Absteckpfahl für das BAK wird beim Abstecken der Trasse der 35 kV-Hochspannungsleitung Timkowo-Dolinskaja eingeschlagen.

  • Mai 1985  Beginn der Erdarbeiten auf der Baustelle des BAK.

  • 20. 06. 1985  Das Ministerium für Schwarzmetallurgie der UdSSR bestätigt das Projekt für die 1. Ausbaustufe des BAK Kriwoi Rog.

  • 23. 08. 1985  Ankunft des ersten DDR-Vorkommandos, bestehend aus vier Kollegen des VEB MGM, in Kriwoi Rog, die den Baustellenstart vorbereiten sollen.

  • 18. 09. 1985  Werkvertrag über die Errichtung des DDR-Bauarbeiterdorfes "Majak" zwischen den Außenhandelsbetrieben Sojuzvneshstrojimport und dem Außenhandelsbetrieb LIMEX abgeschlossen.

  • 26. 09.-1. 10. 1985  Der erste Lkw-Konvoi für die CSSR-Baustelle am BAK Kriwoi Rog fährt nach Dolinskaja.

  • 27. 09.-4. 10. 1985  Der erste Lkw-Konvoi für die DDR-Baustelle BAK Kriwoi Rog tritt mit 43 Bauarbeitern die Fahrt über 1965 Kilometer von Cottbus nach Dolinskaja an.

  • 15. 02. 1986  Beginn der Montage der Arbeiterwohnunterkünfte und Sozialbauten vom Typ "Baufa 230/460" im Bauarbeiterdorf "Majak".

  • März 1986  Die im Institut "Mechanobrtschermet" entwickelte Aufbereitungstechnologie wird Grundlage für die Ausführungsprojektierung.

  • 26. 04. 1986  Reaktorunglück im Kernkraftwerk Tschernobyl (ca. 500 km von Dolinskaja) .

  • Mai 1986  Die Errichtung der Zentralen Baustelleneinrichtung (ZBE) der DDR-Baustelle beginnt mit der Montage der Betonmischanlage BAA-40.

  • 6. 05. 1986  Der 1 000. Waggon für die DDR-Baustelle trifft auf dem Bahnhof Dolinskaja ein.

  • 18. 07. 1986  Die ersten rumänischen Bauarbeiter treffen in Dolinskaja ein.

  • 12. 09. 1986  Die CSSR-Bauarbeiter beginnen mit der Errichtung der Wohnhäuser des Mikrorayons Nr. 5.

  • 24. 09. 1986  Unterzeichnung des Bilateralen Abkommens zum BAK Kriwoi Rog zwischen der UdSSR und der CSSR.

  • 29. 09. 1986  Eine Mannschaft des VEB Schachtbau Nordhausen, geleitet von Otto Decker, beginnt die Arbeiten für das Probegründungsprogramm.

  • 24. 10. 1986  Unterzeichnung des bilateralen Regierungsabkommens zum BAK Kriwoi Rog zwischen den Regierungen der UdSSR und der SRR.

  • 24. 10. 1986  Beginn der Fundamentarbeiten an der Aufbereitungshalle durch die CSSR-Bauarbeiter.

  • 01. 12. 1986  Das Bauarbeiterdorf "Majak 1" wird eingeweiht und bekommt den Namen "Bauarbeiterdorf der Freundschaft".

  • 01. 12. 1986  29. 12. 1986 Unterzeichnung des bilateralen Regierungsabkommens über die Teilnahme der Sozialistischen Republik Rumänien an der Errichtung des BAK Kriwoi Rog zwischen der UdSSR und der SRR.

  • 01. 07. 1987  Der Ministerrat der UdSSR verschiebt den Termin der Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des BAK Kriwoi Rog auf das Jahr 1992.

  • Juli 1987  Die ersten Bauarbeiter des rumänischen Baubetriebes ARCIF, der die Arbeiten an den Haldenteichen ausführen wird, kommen nach Dolinskaja und beginnen mit der Errichtung des ARCIF-Bauarbeiterdorfes.

  • 28. 06. 1987  Fertigstellung das Bauarbeiterdorfes "Majak-2".

  • 21. 07. 1987  Auf der Baustelle des BAK wird der "Tag des offenen Briefes" durchgeführt. Der stellvertretende Minister für Schwarzmetallurgie der UdSSR L. Antonenko, der Sekretär des Ukrainischen Gewerkschaftsrates A. M. Kowalewski sowie Vertreter lokaler Gremien aus Kirowograd und Dolinskaja antworten im offenen Forum auf Fragen von Journalisten und Vertretern der Baustellen der BAK-Teilnehmerländer.

  • Oktober 1987  Beginn der Errichtung der ZBE Wohnungsbau der DDR-Baustelle für das Mikrorayon Nr. 6

  • 28. 10. 1987  Zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR wird in Moskau das Zweiseitige Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Errichtung des Bergbau- und Aufbereitungskombinates für oxidierte Erze Kriwoi Rog unterzeichnet.

  • 13.-16. 11. 1987  Aufenthalt der ersten DDR-Regierungsdelegation, geleitet vom stellv. Minister für Erzbergbau, Metallurgie und Kali, Dr. Peter Siebler, in Kriwoi Rog und Dolinskaja. Weitere Teilnehmer waren der Stv. des Ministers für Bauwesen Musch, der Stv. des Ministers für Elektrotechnik und Elektronik Schulz, der Stv. des Ministers für Verkehrswesen Dr. Jung, der Vizekonsul Dr. Welz u. a. Am 17. 11. 1987 Beratung mit einer sowjetischen Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Ministers für Schwarzmetallurgie der UdSSR, Leonid Antonenko.

  • 30. 11. 1987  Der Sekretär des ZK der KPdSU Wadim Andrejewitsch Medwedjew besucht zusammen mit dem Sekretär des ZK der KP der Ukraine und den Ersten Parteisekretären aus Dnjepropetrowsk, Kirowograd, Kriwoi Rog und Dolinskaja die Baustelle des BAK und tritt vor den Vertretern des internationalen Baustellenkollektivs auf. In seiner Rede äußert er, dass das Kombinat ein wichtiges Bindeglied der sozialistische Integration werde und dass nicht nur ein Industriegigant errichtet, sondern auch eine gemeinsame Schule des Zusammenlebens und -arbeitens durchlaufen werde.

  • 28. 12. 1987  Unterzeichnung des Werkvertrags über die Errichtung der DDR-Objekte des BAK Kriwoi Rog sowie des Verrechnungsprotokolls, der Bankenvereinbarung und des Abkommens über die Bestimmungen des Aufenthaltes und die Tätigkeit der Auftragnehmerorganisation der DDR auf dem Territorium der UdSSR.

  • 3. 02. 1988  Besuch der 2. DDR-Regierungsdelegation auf der BAK-Baustelle. Erster Baggeraushub am Objekt Mittelzerkleinerung - Nach etwa 2,5 Jahren Vorbereitungsarbeiten nun Beginn der Bauarbeiten an den Definitivobjekten der DDR am BAK Kriwoi Rog (zwei Monate vor dem Plantermin).

  • 15.-17. 04. 1988  Erich Mückenberger, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Präsident der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, besucht die Baustelle des BAK Kriwoi Rog. Unter seiner Teilnahme wird die DSF-Delegiertenkonferenz der DDR-Baustelle, der einzigen DSF-Grundorganisation im Ausland, abgehalten.

  • 12. 05. 1988  "Erster Spatenstich" auf dem DDR-Wohnungsbaufeld in Dolinskaja.

  • 21. 06. 1988  Unterzeichnung des bilateralen Regierungsabkommens zum BAK Kriwoi Rog zwischen den Regierungen der UdSSR und der VR Bulgarien.

  • 12 09. 1988  Auf der DDR-ZBE trifft der 5 000. Waggon ein.

  • Januar 1989  Die sowjetischen Bauarbeiter beginnen mit dem Niederbringen des Schachts für die Grobbrecheranlage.

  • 19. 01. 1989  In einem neuen Bauablaufplan wird als Fertigstellungstermin der DDR-Objekte der 30. 06. 1992 festgelegt.

  • 23. 03. 1989  Fertigstellung der Baugrube des Objekts Filtration.

  • 25. 04. 1989  Die ersten bulgarischen Bauarbeiter treffen in Dolinskaja ein.

  • 06. 06. 1989  Beginn der Direktflugverbindung Kriwoi Rog - Berlin-Schönefeld.

  • Juni 1989  Im BAK "ZGOK" Kriwoi Rog hat die Sektion, die mit der für das BAK Kriwoi Rog vorgesehenen Technologie ausgerüstet wurde, nach einem halben Jahr Anfahrbetrieb die geplanten Parameter erreicht.

  • 29. 06. 1989  CSSR-Baustellendirektor Klasna übergibt der BAK-Direktion die ersten 360 tschechoslowakischen Wohnungen.

  • 21. 08. 1989  Beginn der Montagen am DDR-Objekt Sozialgebäude

  • 25. 08. 1989  Beginn der Stahlbaumontage am DDR-Objekt Mittelzerkleinerung

  • 04. 10. 1989  Meeting anlässlich der Beendigung der Montagearbeiten an den Wohnblöcken des Mikrorayons Nr. 6 durch die Wohnungsbauer aus der DDR.

  • 30. 11. 1989  Eintreffen der ersten DDR-Kugelmühle für die Nassmagnetscheidungshalle.

  • Letzte Dekade Dezember 1989  Streik auf der rumänischen Baustelle.

  • 02. 03. 1990  Auf der deutschen Baustelle trifft der 10 000 Waggon seit Baubeginn ein.

  • 28. 06. 1990  Beginn der Stahlbau-Montagen an der Feinzerkleinerung durch den sowjetischen Betrieb "Kriworoshstalkonstrukzia" als Nachauftragnehmer der DDR-Bauorganisation.

  • 30. 03. 1990  Das erste von den Erfurter Wohnungsbauern errichtete Wohnhaus im Mikrorayon Nr. 6 wird an die sowjetische BAK-Direktion übergeben.

  • 3. 04. 1990  Einreise der ersten polnischen Bauarbeiter für den HAN Industriebau.

  • 15. 06. / 1. 07. 1990  Der VEB Mansfeld Generallieferant Metallurgie wird durch den Betriebsdirektor W. Koloska und den Vertreter der Treuhandanstalt Dr. K. G. Sorg in zwei Kapitalgesellschaften umgewandelt: die Ost-Handels-GmbH Berlin für Ausrüstungen und Industrieanlagen und die Erzprojekt Leipzig GmbH.

  • 31. 08. 1990  Der Vertrag über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag) wird zwischen der BRD und der DDR abgeschlossen. In Artikel 29 (1) heißt es »Die bestehenden vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Ländern des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe genießen Vertrauensschutz.« Nach der Herstellung der deutschen Einheit wird das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die für die deutsche BAK-Baustelle zuständige Regierungsbehörde.

  • 09. 11. 1990  Im Vertrag zwischen der BRD und der UdSSR über die Entwicklung einer umfassenden Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technik wird Vertrauensschutz für das BAK Kriwoi Rog vereinbart.

  • Dezember 1990  Die rumänischen Bauarbeiter übergeben ihr erstes Wohnhaus und die Schule Nr. 4. Die BAK-Direktion erhält die letzte Zahlung aus dem Staatshaushalt der UdSSR in Höhe von 40 Mio. Rubel. im Weiteren ist die Finanzierung durch die Ukraine selbst zu sichern.

  • 19.-21.08. 1991  Ausnahmezustand in der UdSSR, verhängt durch ein "Notstandskomitee" unter dem Vorsitzenden des Vizepräsidenten der UdSSR Janajew (sog. Putsch).

  • 1. 12. 1991  In einer Volksabstimmung bestätigt die Bevölkerung der Ukraine den Parlamentsbeschluss über die Unabhängigkeit. Leonid Krawtschuk wird zum Präsidenten gewählt.

  • 10. 12. 1991  Der fertiggestellte Reparaturstützpunkt für Kegelbrecher wird als erstes deutsches Industriebau-Objekt ins Eigentum des ukrainischen Auftraggebers übergeben.

  • 02. 06. 1992  Anweisung des Bundesministeriums für Wirtschaft an die OHG zur Einstellung der Bauarbeiten an den deutschen Objekten des BAK Kriwoi Rog sowie zur Einstellung der Fertigung in den Herstellerwerken und der Lieferungen für das BAK. Die Beschäftigten werden daraufhin in Sonderflügen nach Deutschland zurückgeflogen bzw. nach Polen heimgebracht, auf der Baustelle verbleibt nur ein Liquidationsteam. Kurz danach ergeht aus dem BMWi der Beschluss über die Liquidation der Ost-Handels-GmbH.

  • 04. 06. 1992  Schreiben des Bundeswirtschaftsministers Möllemann an die ukrainische Regierung mit der Mitteilung über die umgehende Einstellung der Bau- und Montagetätigkeit der deutschen Seite.

(c) Übersetzung und Zusammenstellung: Rolf Junghanns

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